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Modifikationen - Regendauer-Sensor

Beim bau des Sensors habe ich mich an die Idee von Thomas Lison gehalten und so verändert dass sie mit der von mir verwendeten Hardware kompatibel ist. Ich beschränke mich in dieser Anleitung auf den Bau des Sensors und nicht auf die Auswertung der Daten.

Um keinen teuren Zusatzsender von Davis kaufen zu müssen, habe ich einen bestehenden Sensor meiner ersten Wetterstation (WMR-100 von Oregon Scientific) genommen um den Regendauersensor zu bauen.
Da Davis und Oregon nicht kompatibel sind musste ein RFXCOM Receiver her. Zusammen mit Meteohub ergibt das eine gute Kombination.



Als Regensensor verwende ich  das Model FS20 SR von ELV. Der Regensensor registriert Regen und schaltet ein integriertes Relais.  Zur schnelleren Abtrocknung der Sensorfläche und zur Unterdrückung von Fehlauslösungen, beispielsweise durch Nebel oder andere Kondensationserscheinungen, ist die Schaltung mit einer Sensorheizung ausgestattet.
Das integrierte Funkmodul habe ich ausgebaut, da es nicht benötigt wird.


Um den Regensensor an der ISS befestigen zu können, habe ich ein Chromstahlblech auf Mass bohren und biegen lassen. Natürlich lohnt sich das nur, wenn man Freunde hat, die solche Anfertigungen für einen machen können.


Als Sender verwende ich den Thermo-Hygro Sensor THGR 810 von Oregon Scientific. Der Sensor überträt alle 60 Sekunden den aktuellen Messwert. Im Originalzustand werden natürlich die aktuell gemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit übertragen.


Mein Ziel war es einen negativen Temperaturwert zu erhalten wenn es nicht regnet und einen positiven wenn es regnet.
Da an der Temperaturperle im Sensor kein Modell ablesbar ist, habe ich sie ausgebaut und an meinem Multimieter angeschlossen um die Eigenschaften zu ermitteln.

Ergebnis: Kalt (ca. -43°C) ~ 220 kΩ; Warm (ca. 48°C) ~ 4,7 kΩ

Um die Ersatzschaltung am Sensor anschliessen zu können, habe ich anstelle der Temperaturperle zwei Litzen (grün & gelb) angelötet und aus dem Gehäuse ausgeführt. Die zwei zusätzlichen Litzen (weiss & braun) sind für einen externen Batteriehalter. Den Hygro-Sensor ist neu direkt auf den Print gelötet.


Die Ersatzschaltung für die Temperaturperle ist sehr simpel aufgebaut.
Ein Widerstand von 220 kΩ (R1) ersetzt die Perle und stellt eine Temperatur von ca. -43°C ein. Wenn nun Regen auf den Sensor fällt wird über ein Relais ein zweiter Widerstand von 4,7 kΩ (R2) parallel zum ersten geschaltet. Durch die Parallelschaltung der beiden Widerstände fällt der gesamt Widerstand auf rund 4,6 kΩ ab und ergibt eine Temperatur von ca. 48°C.